Tombola allgemein

27.12.2016 13:06 | Veranstalter-Informationen

Eine Tombola stellt für Vereine und andere Organisationen immer eine lukrative Einnahmequelle da. So werden bspw. durch diese beliebten Gewinnspiele gemeinnützige Projekte unterstützt oder die Vereinskassen aufgebessert.

Bei den Vorbereitungen einer Tombola muss man zunächst entscheiden, welche Art von Auslosung für die Veranstaltung in Frage kommt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Verlosungsmöglichkeiten:

  • Durchgehende Herausgabe der Preise während der Veranstaltung
  • Auslosung zu einem bestimmten Zeitpunkt der Veranstaltung

 

Bei der zeitlich unabhängigen (laufenden) Herausgabe der Preise werden die Gewinne vor der Veranstaltung mit Aufklebenummern versehen. Nun werden die gleiche Anzahl Gewinnlose mit den passenden Nieten vermischt und in eine Los - Box gegeben. Das Mischungsverhältnis dabei bestimmt der Veranstalter nach mehreren Faktoren. Zum Einen spielt dabei die Qualität der Preise eine wichtige Rolle – wenn hochpreisige Artikel verlost werden, wird man das Verhältnis der Nieten zu den Gewinnen höher wählen. Wenn man jedoch Gewinne im niedrigeren Preissegment aber dafür in höherer Stückzahl zur Verfügung stellt, sollte man ein für den Los-Käufer vorteilhafteres Mischungsverhältnis wählen. Zum Anderen spielt auch die Größe der Veranstaltung und die zu erwarteten Anzahl der Gäste eine Rolle. Die Menge der Lose sollte ausreichend sein, dass die Tombola auch über einen bestimmten Zeitraum andauert und die meisten Gäste auch die Möglichkeit haben, Lose zu erwerben.
Die Lose werden während der Veranstaltung verkauft. Wenn ein Glückspilz eine Nummer zieht, bekommt er den dazu passenden Gewinn sofort übergeben. Die Tombola dauert dann so lange an, bis die Gewinne verlost sind. Für diese Art der Tombola werden gerne bunte Tombola Lose verwendet, die es entweder mit Pappring oder in Form von geklammerten Sicherheitslosen gibt.

Wenn es gewünscht ist, dass sich möglichst viele Besucher zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort versammeln, oder nur wenige aber wertvolle Gewinne verlost werden, empfiehlt sich die zeitpunktbezogene Verlosung. Es werden über eine bestimmte Dauer Nummern - Lose verkauft. Das kann auch schon Wochen vor der eigentlichen Veranstaltung geschehen. Jede Nummer gibt es zweimal. Wird eine Nummer verkauft kommt die zweite (gleiche) Nummer in eine Los – Box. Durch verschiedene Kommunikationskanäle kann der Los-Käufer auf den Zeitpunkt der Auslosung aufmerksam gemacht werden. Ist der große Augenblick da, zieht eine ‚Glücksfee‘ nacheinander die Nummern aus der Los – Box. Wichtig ist, dass vor jeder Ziehung festgelegt wird, welcher der Preise als nächsten verlost wird. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, ist es sinnvoll, einen Hauptgewinn zu definieren und diesen an letzter Stelle zu verlosen.
Für diese Art der Verlosung können auch die Röllchenlose verwendet werden. In diesem Fall benötigt man den gewünschten Nummernkreis zweimal. Allerdings muss sichergestellt werden, dass immer alle Lose aus einem Päckchen verkauft werden, da diese meist in Verpackungseinheiten zu 50 Stück angeboten werden. Es kann daher nicht nachvollzogen werden, welche Nummer aus dem Päckchen mit den 50 Losen gerade verkauft wurde um das entsprechende Gegenlos in die Los – Box einzuwerfen.
Einfacher ist es daher, man verwendet die sogenannten Doppelnummern. Diese werden als Abriss-Blöcke zu je 100 Stück angeboten. Dem Los-Käufer wird die gewünschte Nummer ausgehändigt und die Gegennummer kann gleich in die Los – Trommel eingeworfen werden. Um die Tombola etwas fröhlicher zu gestalten, können die Doppelnummern auch in verschiedenen Papierfarben verwendet werden. Dann können die Nummernkreise auch mehrmals vorkommen, allerdings zwingend in verschiedenen Farben. Bei der Auslosung ist dann nicht nur die richtige Nummer ausschlaggebend sondern auch die Farbe des Loses. Wenn nun bei der Ziehung einer Nummer der Besitzer des Loses mit der richtigen Gegennummer und der richtigen Papierfarbe sich im Publikum befindet, kann er sofort seinen Gewinn in Empfang nehmen. Befindet sich der Gewinner nicht im Publikum, so können die Gewinnzahlen bspw. auf einer Website veröffentlicht und somit dem Besitzer des Loses die Möglichkeit gegeben werden, seinen Gewinn an einem bestimmten Ort abzuholen. In der Praxis ist es aber oft so geregelt, dass von vornherein festgelegt wird die Preise nur unter den Anwesenden auszugeben. Befindet sich also der Besitzer eines gezogenen Loses nicht vor Ort, wird das nächste Los gezogen.

Eine weitere, eher selten anzutreffende aber äußerst spannende Möglichkeit der Tombola ist die Farbenlotterie. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus den beiden oben vorgestellten Verfahren. Die Gewinne werden mit Aufklebenummern versehen. Hat man bspw. 200 Gewinne, werden verschiedene einfarbige, gerollte Nummernlose mit Nummernkreis 1-200 eingesetzt (z. B. 1-200 in rot, 1-200 in gelb, 1-200 in grün, 1-200 in blau). Die Auslosung findet dann statt, wenn alle vorhandenen Tombola Lose verkauft sind. Dazu werden Zettel in eine Los – Box geworfen, auf denen jeweils eine Farbe der eingesetzten Lose steht. In unserem Fall werden vier Zettel beschriftet, einmal mit ‚ROT‘, einmal mit ‚GELB‘ einmal mit ‚GRÜN‘ und einmal mit ‚BLAU‘. Eine ‚Glücksfee‘ zieht einmalig einen Zettel aus der Box. Wenn jetzt der Zettel mit ‚GRÜN‘ beschriftet ist, dann bekommen die Los-Besitzer mit den grünen Los-Nummern die entsprechenden Gewinne.
Diese Möglichkeit der Auslosung ist sehr reizvoll, da der Los-Käufer sicher sein kann einen Preis zu gewinnen, wenn er von jeder Farbe ein Lose kauft.

Beachten Sie bitte, dass diese Informationen keine Rechtsberatung darstellen. Wir empfehlen Ihnen vor einem Gewinnspiel einen entsprechend spezialisierten Rechtsanwalt zu konsultieren.